Noch was…

Für all diejenigen Leser, die meinen alten Blogs eifrig folgten und mir vorübergehend schwindelerregende (zumindest für ein deutschsprachiges, dezidiert katholisches Blog) Besucherzahlen bescherten, habe ich zwei Nachrichten:

  • Erstens: Ein simples, aber breites „Vergelt’s Gott!“ für Euer Interesse.
  • Zweitens: Das hier wird kein „totaliter aliter 2.0“, kaum ein „rom, römer, am römsten 2.0“ und sicherlich kein „Klosterneuburger Marginalien 2.0“. Sprich: Es wird keine Robusta-Wiedergeburt gefeiert, es wird keine spitzfindigen Kommentare zum kirchenpolitischen Geschehen geben, es wird nicht die eigene Lehramtstreue demonstriert, noch die vermeintlich mangelnde der Anderen angeprangert. Es wird höchstwahrscheinlich nicht einmal mehr smugge „alipius iocans“-Nummern geben. Das ist nicht mehr mein Spiel.

Dies hier ist eine klitzekleine, verstaubte Nische, in der ich mich im unüberschaubaren Angebot des weltweiten Netzes eingerichtet habe, um die Wartezeit auf die Lockerungen der corona-bedingten Einschränkungen für mich selbst etwas interessaner zu gestalten und meinen persönlichen Leidenschaften, Liebhabereien und Spinnereien nachzugehen und vielleicht – wenn der Corona-Irrsinn vorüber ist – sogar noch weiterzumachen.

Im Internet offensiv und begeistert katholisch zu sein, war eine Zeit lang okay. Mehr als okay sogar. Aber es rief dann doch irgendwann zu viele Combox-Akademiker auf den Plan, die ermüdende Diskussionen anzettelten, weil sie eine andere „Meinung“ hatten. Ich bin mittlerweile alt genug, um nicht mehr nur „Meinungen“ haben zu müssen. Ich kann mir Urteile erlauben.

Und eines dieser Urteile lautet: Mir geht es bloggenderweise viel besser, wenn ich einfach einen Kopfsprung in ein Becken voller jubelnder Putten, prachtvoller Schlösser, wohlbeleibter Kirchenfürsten, farbenfroher Lustgärten und grundsätzlich barocker/rokokoiger (?) Lebensfreude mache, dieser hier und da auch ein paar Tränen hinterherweine und alles mit ein paar Sprenkeln von mir komponierter Musikstücke, geschossener Photos und geschriebener Lyrik verziere.

Das Blog wird über längere Zeit nur einen winzigen Kreis von Lesern interessieren und halten können. Aber wenn es nur fünf Leute gibt, die hier regelmäßig mitlesen, weil ich exakt das mache, was ich mache, dann bedeutet mir das zu diesem Zeitpunkt meines Schaffens nicht wenig.

Ein letzter Versuch

Da ich mich seuchenflüchtig nicht mit einer Unterhaltungsgesellschaft auf einen Landsitz bei Florenz zurückziehen kann, vertreibe ich mir die Zeit der Abschottung mit einem letzten Versuch der Netzbewässerung.

Was wird geboten werden? Bleibt dabei, dann findet Ihr es heraus. Es wird selbstverständlich alles très Alipius. Erwartet nicht zu viel. Und seid nicht überrascht, wenn es mehr gibt.

Wir werden (uns) sehen…