Ein etwas anderer Spaziergang durch Paris

Eine nicht zu unterschätzende Nebenwirkung meiner momentanen Arbeit: Ich finde im Internet die tollsten Sachen. Zum Beispiel den „Plan de Turgot“, von dem ich bisher nicht einmal gehört hatte, der sich aber für die nächsten Kapitel meiner Übersetzung als überaus nützlich erweisen dürfte.

Besagter Plan ist eine irrsinnig detaillierte Darstellung der Stadt Paris zu Beginn des zweiten Drittels des 18. Jahrhunderts. Der französische Architekt und Kartograph Louis Bretez besorgte die Maße, indem er – selbstverstänlich mit Erlaubnis der Besitzer – zwischen 1734 und 1736 alle möglichen Häuser und Gärten betrat, um dort das Notwendige zu erfassen. Ab 1736 stach dann der Graveur Claude Lucas die 20 Tafeln des Planes, die aneinandergelegt eine Stadtkarte mit den Ausmaßen von 2,5 x 3,0 Metern ergeben. Die einzelnen Tafeln (und auch den Gesamtplan) könnt Ihr auf Wikipedia bestaunen. Warnung: Der Gesamtplan ist dort in der Originalgröße abrufbar, wird also als jpeg mit 2,08 GB Größe in Euren Rechner einschlagen.

Die Ausrichtung der Karte ist etwas gewöhnungsbedürftig, wird die Stadt doch in der Sicht nach Südosten dargestellt. Hier ein kleiner Ausschnitt:

Ich werde mir jetzt erst einmal einen Kaffee machen und dann ein wenig in Paris spazieren gehen…

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