Kunst (und wie man sie geziemend präsentiert)

Kardinalstaatssekretär Silvio Valenti Gonzaga (1690 – 1756) war nicht nur ein schwerst barocker Prälat (besaß also somit die Eintrittskarte zu diesem Blog), sondern zeichnete sich auch aus als großer Liebhaber und Sammler von Kunstwerken und legte als solcher die Grundlage für die Kapitolinische Pinakothek. Er förderte neben anderen Künstlern den französischen Maler Pierre Subleyras, vom dem dieses Portrait des Kardinal stammt:

Brutal-Barock in Perfektion: „Dove sono le dolci?!“

Der Kardinal war zudem Pannini-Kunde und beauftragte den bekannten Vedutista damit, ihn umgeben von seinen gesammelten Malerei-Schätzen in einer fiktiven Galerie abzubilden:

Pinterest alla Settecento, ein frühes „Where’s Waldo?“ oder das erste Pa(n)nini-Sammelalbum?

Auch lediglich entfernt Kunstinteressierte werden hier sicherlich das eine oder andere Werk wiedererkennen, wenn auch die barocke Rahmen-an-Rahmen-Anordnung für die Augen der Besucher moderner Galerien etwas ungewöhnlich sein mag.

2 Kommentare zu „Kunst (und wie man sie geziemend präsentiert)

  1. Wie sah es eigentlich bei den Eminenzen dieser Epoche mit dem persönlichen Glauben aus? Waren sie nur Politiker? Fastenzeit? „Man serviere mir einen schönen fetten Fisch mit einem Literchen Weißwein. „

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    1. Das variiert wirklich von Person zu Person. Manche Kardinäle waren stets sehr fromm, andere weniger, einige fanden erst spät zu einem echten persönlichen Glauben. Was das Fasten betrifft: Da habe ich bisher noch keine belastbaren Quellen gefunden.

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