Zwischenhäppchen

An den nächsten beiden Einträgen werde ich etwas länger arbeiten, da ich noch recherchiere und übersetze. Als Pausenfüller gibt es einen Vorgeschmack auf den Protagonisten des einen Beitrags: Francois Joachim de Pierre, Cardinal de Bernis.

Er ist der Hauptgrund, warum ich bis heute die Entscheidung bereue, die französische Sprache nicht gemeistert zu haben. Die nicht geringe Anzahl von Biographien, die sich im Laufe der Zeit angesammelt hat (ein neues Werk ist erst im vergangenen Jahr erschienen), beweist, daß der Kardinal als klassischer Vertreter gleich mehrerer ausgestorbener Menschenschläge eine gewisse Faszination ausübt, die von Dauer ist.

Eines der aussagekräftigsten Portraits konnte ich in anständiger Bildauflösung leider nur in schwarzweiß finden. Aber auch die farblose Eminenz dürfte verdeutlichen, warum ich an diesem Mann nicht desinteressiert und ruhigen Herzens vorbeischlendern konnte. Rein äußerlich schon einer der barockmöglichsten Kirchenfürsten, läßt sich hier in der Miene des Abgebildeten ein Teil seines Charakters und Lebens ablesen: Die aufgeweckte Neugierde und die bedächtige Freundlichkeit kommen nicht ohne eine allgemeine Skepsis gegenüber dem Lauf der Dinge daher, weil es letztlich ja in den meisten Fällen doch nicht so kommt, wie man es sich grade ausmalt.

Geboren 1715 und verstorben 1794 hat der Kardinal de Bernis das 18. Jahrhundert nicht nur gut kennengelernt, sondern auch exemplarisch verkörpert und mal genossen, mal durchlitten. Mehr davon demnächst auf dieser Seite.

Ein Kommentar zu „Zwischenhäppchen

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