Der verschwundene Palast (Teil I)

Vielleicht erinnert sich der geneigte Leser, daß ich vor knapp einem Jahr einen Artikel schrieb über den zumindest im 19. Jahrhundert nicht eben bequemen Thron der Pariser Erzbischöfe. Zwischen 1848 und 1871 starben drei der vier während dieses Zeitraumes aktiven Oberhirten eines gewaltsamen Todes.

Und auch Monseigneur Hyacinthe-Louis de Quelen, Erzbischof von 1821 bis 1839, hatte es nicht immer leicht. Denn in seine Amtszeit fällt das Verschwinden des erzbischöflichen Palais zu Paris.

Bezüglich dieses Verschwindens herrschte bei mir jahrelang Verwirrung, denn ich las (allerdings immer nur in deutschen Quellen), daß der Bau mal im Jahre 1830 und mal im Jahre 1831 beschädigt wurde. Dann las ich, daß er sowohl 1830 als auch 1831 verwüstet wurde. Und dann dämmerte es langsam: Die Zerstörung war ein Werk in zwei (eigentlich sogar drei) Stufen.

Hyacinthe-Louis de Quelen, Erzbischof von Paris von 1821 bis 1839

Aber zurück zum Anfang: Hyacinthe-Louis de Quelen wurde 1778 in Paris geboren. Er verlor, so heißt es, elf Familienmitglieder an die Guillotine, was nicht nur zeigt, daß die Quelen von altem Adel waren, sondern auch die Vorsicht des späteren Erzbischofs gegenüber revolutionären Regungen und seine Anhänglichkeit an das Haus der Bourbonen erklärt.

Die bisher konsultierten Quellen zeichnen Quelen als einen Erzbischof, der bei allem Standesbewußtsein sich als wirklicher Hirte seiner Gläubigen und seines Klerus erwies. Mit Karl X. auf mehr als gutem Fuße stehend, war er während der Julirevolution des Jahres 1830 und dem damit einhergehenden Machtwechsel der Laune des Pariser Pöbels ausgesetzt. Zwar war Quelen als Erzbischof beliebt, aber erstens konnte man ihm im entscheidenden Moment sein Verhältnis zum König zur Last legen (obwohl der Erzbischof sich gegen die Juliordonnanzen ausgesprochen hatte) und zweitens hatte jahrelanges Dauerfeuer aus spitzen Federn diverser kirchenfeindlicher Karikaturisten und Journalisten seine Wirkung nicht verfehlt: Besonders der irgendwie immer randaleaffine und plünderungswütige Pariser Pöbel war in die gewünschte Stimmung versetzt worden und konnte durch die üblichen Slogans aktiviert werden.

Und so kam es zum „Karneval von 1830“. Am 28. Juli erschien eine Meute vor dem erzbischöflichen Palais und forderte, daß man dort eine Trikolore hisse. Quelen selbst war nicht anwesend. Nach einigen Minuten der Diskussion verzog sich die Menge und kündigte an, am nächsten Tag wiederzukommen. Um 9:00 Uhr in der Früh erschienen am 29. Juli ca. 80 Männer und forderten Einlaß in den Palast, um nach dort „verstecken Gewehren und Jesuiten“ zu suchen (eine Anschuldigung, die sich selbstverständlich als vollkommen haltlos erwies). Man konnte den Concierge zwingen, das erste Tor zu öffnen, und sofort strömte eine bereits auf ca 1.000 Männer und Frauen angewachsene, teilweise mit Pistolen, Säbeln, Äxten und diversen anderen Zerstörungswerkzeugen bewaffnete Menge in den Hof. Einige Unruhestifter gelangten vom Garten durch Fenster in das Gebäude, warfen sich Chormäntel über, setzten sich Birette auf und feuerten mit ihren Pistolen aus den Fenstern, um den Eindruck zu erwecken, die Domherren wollten sich mit Waffengewalt zur Wehr setzen. Siebzig- und achtzigjährige Kanoniker haben bekanntermaßen die Angewohnheit, sich zuerst in volle Chortracht zu werfen, bevor sie aus ihren Kurien in den erzbischöflichen Palast kommen, um dort aufs Volk zu feuern.

Beim Pöbel, der sich den Luxus dieser Überlegungen nicht gönnte, sondern wohl eher daran dachte, was im Inneren des Gebäudes zu holen war, verfehlten die Schüsse ihre Wirkung nicht. Als die Groteske später doch zum Thema wurde, tauchte die halbärschige Entschuldigung auf, es seien nicht die Domherren gewesen, die gefeuert hatten, sondern die Seminaristen und die Diener. Tatsächlich befanden sich zu diesem Zeitpunkt nur zwei Hausmeister im Gebäude.

Der Mob stürmte ins Erdgeschoß und nahm sich zuerst die dort liegenden Büroräume vor. Papiere, Bücher, Urkunden, Tische, Schränke, Truhen werden zerfleddert, zertrümmert, geplündert und aus dem Fenster geworfen. Die Gelder für die pensionierten und kranken Priester werden gestohlen, Reliquiare werden geschändet und zerstört. Dann schiebt die Menge sich durch den zweiten Hof in den eigentlichen Palast. Ein Teil begibt sich in den Keller, wo man sich am Wein berauscht. Der Rest stürmt in das erste Stockwerk, wo sich die Wohnräume de Erzbischofs und die repräsentativen Zimmer befinden.

Das erzbischöfliche Palais war von außen kein atemberaubend prunkvoller Bau. Aber es war zur Zeit Napoleons im Inneren aufwendig renoviert worden, da Bonaparte es als Residenz zuerst für Kardinal Fesch und später für Papst Pius VII (den er nach Paris holen wollte) auserkoren hatte. Entsprechend prachtvoll waren die Zimmer ausgestattet. Nun fiel alles einem Pöbel zum Opfer, der – da sind sich irgendwie alle Berichte einig – in einer Mischung aus tollwütig-fiebriger Partystimmung und blinder Raserei durch die Räume tobte. Das kostbare Mobiliar wurde zerbrochen, die Spiegel zerschlagen, das Porzellan zertrümmert, seidene Tapeten und Vorhänge zerfetzt, die gesamte Bibliothek zerfleddert, Gemälde zerschnitten, Kronleuchter aus dem Fenster geworfen, die vergoldeten Boiserien zerhackt, marmorne Kamine zermalmt, kurz: Die prachtvollen Gemächer glichen bald einer Mondlandschaft.

Die Einrichtung – zerstört oder noch halbwegs intakt – flog aus den Fenstern aufs Seine-Ufer und von dort teilweise weiter in den Fluß. Was nicht zerstört werden konnte und von Wert war, wurde geraubt: Gold, Silber, Schmuck und andere Pretiosen verschwinden in den Taschen der Plünderer. Und auch vor religiösen Objekten macht die Raserei keinen halt. Eine Christus-Statue aus Elfenbein, die Ludwig XIV der Madame de Vallière geschenkt hatte und die über das Kloster der Karmeliten ihren Weg in das erzbischöfliche Palais gefunden hatte, wird in zwei Teile zerschlagen. Eine silberne Marienstatue, ein Geschenk Karls X an Notre Dame, wird in ihre Einzelteile zerlegt. Geraubt wird auch alles, was sich an Bargeld finden läßt, eine Summe, die auf immerhin 300.00 Francs geschätzt wird. Sowohl der diözesane Fonds, als auch Stiftungsgelder und das private Vermögen des Erzbischofs verschwinden an diesem Tag. Die Ausnahme ist ein Beutel mit 2.400 Francs aus dem Fonds für erkrankte Priester, den jemand beim Hôtel-Dieu abgibt.

Der 29. Juli 1830 in Paris

Nach der totalen Verwüstung des ersten Stockwerks begibt sich die Meute in die zweite Etage und wiederholt dort das Zerstörungswerk. Den Sekretären, Dienern und diversen Angestellten, die hier ihre Zimmer haben, bleiben ebenfalls nur Trümmer, Fetzen und Splitter.

Und als es im Palast absolut nichts mehr zu zerstören gibt, richtet sich die Aufmerksamkeit bzw die Beutelust plötzlich auf die Kathedrale. Zwar gelingt es, die Sakristei zu schließen, nachdem dort „nur“ von zwei früh angekommenen Plünderern eine Monstranz zerlegt und ihrer Edelsteine beraubt wurde. Aber die Meute stürmt den Kapitelsaal und die Kleiderkammer. Die Portraitgemälde der Erzbischöfe werden zerschnitten, Kreuze, Lampen, Gefäße werden zerstört oder geraubt, die Paramente werden entweder zerfetzt oder entwendet, die Chortrachten ebenso. Der Rest der Kathedrale wird nur gerettet, weil die aus dem erzbischöflichen Palst geworfenen Marmorplatten die Fenster erzittern lassen und einen solchen Lärm verursachen, daß dem Pöbel mulmig wird und er die Kirche verläßt. Am Nachmittag sieht man am Ufer der Seine, außerhalb des verwüsteten Palastes inmitten der sich dort häufenden Trümmer betrunkene Strolche, die mit Mitren, Vespermänteln, Kaseln und Seidenschleppen umherstolzieren und so dem Tag einen Namen geben: Der Karneval von 1830.

Helau!

Während des gesamten Vormittags gab es seitens der Regierung nicht einen einzigen Versuch, das erzbischöfliche Palais vor der totalen Verwüstung zu retten oder die Kathedrale zu schützen.

Erzbischof Quelen, der zum Zeitpunkt des Überfalls auf seinen Palais glücklicherweise nicht zu Hause war (während des ersten Sturmes hörte man unter anderen Rufen auch den Appell „Tod dem Erzbischof!“), rächte sich kurze Zeit später, indem er den Vinzentinerinnen des Notre-Dame-Distrikts (welcher als Heimat eines großen Teils der Plünderer galt) eine großzügige Summe zur Verteilung an die Armen schickte und anmerkte, daß, sollten unter den Empfängern Individuen sein, die sich am Zerstörungswerk in seinem Palais beteiligt hatten, auch diese nicht zu kurz kommen sollten.

Wie es mit dem Erzbischof und dem Palais weitergeht, erfährt der geneigte Leser im zweiten Teil dieses Beitrages.

Spieglein, Spieglein an der Wand…

„The Preening Peacock“ (etwa „Der herausgeputzte Pfau“) ist eines der bekanntesten Gemälde von Jehan Georges Vibert (1840-1902) überhaupt. Der gar nicht mal soooooo kleine Seitenhieb auf aufgebrezelte Prälaten ist ein Paradebeispiel für die liebevoll-antiklerikale Genremalerei, die für ein paar Jahrzehnte heftigst populär war.

Jetzt fand ich eben bei einer kleinen Google-Safari heraus, daß Vibert offenbar für dieses Gemälde erst einmal eine Kardinals-Studie ausgearbeitet hat. Ihr seht links das bekannte Werk und rechts die Studie, die natürlich eigentlich gar keine Studie ist, sondern ebenfalls ein vollwertiges Gemälde. Für die endgültige Version hat der Künstler dem Prälaten dann einfach noch ein wenig mehr Lametta auf die Brust geknallt. Einen mächtigen Juwelenklunkerring hat er leider vergessen.

Die ursprünglich so beliebte Genremalerei genoß spätestens in der Mitte des 20. Jahrhunderts bei nicht wenigen Kritikern einen miserablen Ruf, weil sie als zu „banal“ galt. Den Meistern wurde vorgeworfen, ernste Themen mit zu großer Scherzhaftigkeit anzugehen, keine künstlerische Ambition zu besitzen, nicht „originell“ zu sein und grundsätzlich eher Illustration bzw. hochwertige Karikatur als Kunst zu schaffen. Der Tenor geht bei allen Kritikern so etwa in die Richtung „Man kann das ja nur anschauen und sich nicht mit Rotweinglas in der Hand, Baskenmütze auf dem Scheitel und Free Jazz im Ohr im tiefsten Akademie-Jargon darüber unterhalten!“

„Ahhh… Warme Kritikertränen… Köstlich!“

Ich las vor langer Zeit einen Artikel, der irgendwann Mitte der 50er in einem britischen Wochenmagazin gedruckt wurde. Der Autor schäumte vor heiligem Zorn, weil Künstler wie Vibert, Landini, Croegart, Laissement, Brunery etc es wagten, ihm Werke vor die Nase zu knallen, an denen es nichts zu interpretieren gab, für die man keine Gebrauchsanweisung verfassen konnte, über die man nicht mit hochbraugier Distanz oder kodiertem Kennergeraunze dozieren konnte. Daß all die genannten Herren ihr Fach als Maler beherrschten und ihre Werke teilweise mit einer an Besessenheit grenzenden Detailverliebtheit meisterhaft ausführten, das konnte freilich auch der Autor nicht leugnen. Ansonsten knallte er sowohl den Künstlern, als auch jenen, die diese Werke schätzen, eine Beleidigung nach der anderen um die Ohren, bis zu dem Punkt, wo er den Malern unterstellte, weder Maler noch Künstler zu sein und den Sammlern attestierte, einen guten Rotwein nicht von roter Tinte unterscheiden zu können.

‚Guter Rotwein‘!? Eigentlich keine üble Idee…

Ich bin ja bekennender Liebhaber all dieser Künstler und ihrer Werke und durchforste circa drei bis vier Mal im Jahr das Internet, um nachzuschauen, ob es irgendwo ein mir noch nicht bekanntes Gemälde gibt von Borione, Marais-Milton, Weber, Detti, Cacciarelli und wie sie nicht alle heißen. Ich fühle mich von dieser Kritik allerdings nicht persönlich getroffen, weil ich sie aus der Perspektive eines Kunstkritikers gut verstehen kann. Zum Glück bin ich nur Kunst-Angucker. Und als solcher finde ich die Bilder einfach knorke. Erstens konnten die Jungs wirklich was. Und zweitens ist das Sujet einfach zu schön: Katholische Kirchenfürsten und ihre kleinen Schwächen humorvoll und ohne ätzenden Haß künstlerisch vorgeführt!? Shut up and take my money!

Krönungskarossenkrümel

Dieses Blog heißt „Die Truhe“, weil der geneigte Leser nach mehr oder weniger langem Herumkramen im Internet hier hin und wieder etwas finden kann, das ihn möglicherweise interessiert.

Es heißt aber auch „Die Truhe“, weil ich es – zumindest in letzter Zeit – nur selten einmal öffne, um etwas hineinzulegen.

Nun habe ich aus dem Schlamm der Webseiten eine Goldklumpen-Information gerettet, die mich wirklich angesprochen und bewegt hat.

Es geht um den Krönungswagen Ludwigs des Sechzehnten von Frankreich.

Zur Einstimmung erst einmal dieser Text (Übersetzung meine, da ich nirgendwo eine offizielle fand):

Am 21. April des Jahres 1794 erklärte der Abgeordnete des Departments Lot, Monmayau in der Nationalversammlung: „Es ist Zeit, die schmutzigen Reste der Tyrannei wegzufegen und alle seine Zeichen und Attribute zu entfernen; nicht der kleinste Rest darf erhalten bleiben. Bürger, Ihr kennt die Vorsichtsmaßnahmen, die angesichts an Rotz erkranter Pferde vorgenommen werden: Man erschlägt sie geschwind, übergibt ihr Geschirr und ihr Zaumzeug dem Feuer und reinigt den Stall, wo sie sich aufhielten, mit Feuer. Ich komme hierher im Auftrag des ‚Comité d’Aliénation et des Domaines‘ um vorzuschlagen, daß ihr auch das Haus reinigt, welches man den ‚Kleinen Marstall‘ des ehemaligen Tyrannen nennt. Es befinden sich dort mehrere durch die Zivilliste finanzierte Kutschen, unter anderem auch jene, die man ‚Krönungskutsche‘ nennt. Dieses Gefährt – eine monströse Anhäufung des Goldes des Volkes und ein Übermaß an Lobhudelei – ist unverkäuflich wegen seiner kolossalen Größe und wegen der ungeheuerlichen Vereinigung aller Attribute des Feudalismus und der Niedertracht, welche alle freien Menschen auszulöschen sich beeilen müssen. Es zum Verkaufe auszustellen würde bedeuten, durch diesen Anblick die Majestät des Vokes zu beleidigen, indem man es an den gottlosen Triumph der Unterdrücker erinnert, welche durch seine rachedurstige Gerechtigkeit getroffen wurden…“

Im Anschluß an diese Rede beschloß die Nationalversammlung die Zerstörung des Gefährts: „Die sogenannte Krönungskutsche wird zerlegt: Das aus ihr gewonnene Gold und Silber wird der Staatskasse übergeben. Alles Messing, das den Aufdruck des Königtums zeigt, wird demontiert, um zu Kanonen gegeossen zu werden. Ornamente, Leder, Baldachin, Federn etc werden verkauft. Das Komitee zur Erziehung der Öffentlichkeit wird die Malereien auf den Tafeln des Wagens untersuchen und entscheiden, ob sie es wert sind, als Kunstwerke erhalten zu werden; sollten sie es nicht sein, werden sie verbrannt. Diese Maßnahmen erstrecken sich auch auf ähnliche Kutschen des Großvaters, der Schwestern und der Tochter des letzten Tyrannen.“

Die von den Revolutionären als Symbol der Tyrannei gehaßte Kutsche, von der hier die Rede ist, war die letzte, große, zeremonielle Kutsche, die in Frankreich während des Ancien Régime angefertigt wurde. Der federlose Wagen soll im Jahre 1775 schon altmodisch gewirkt haben, da die Grandes Carrosses zu dieser Zeit offenbar bereits von den Berlinen verdrängt wurden. Der Krönungswagen übernahm jedoch eine große Neuerung im Kutschbau, nämlich Paneele, die so angebracht waren, daß sie die gesamte Außenseite abdeckten. So war es möglich, eine gemalte Szene ohne vertikale Unterbrechung über die Länge des Kastens zu strecken. Eine Vielzahl von Handwerkern und Künstlern schuf diese Karosse, von der der Herzog von Croÿ sagte, sie sei „superb, einzigartig und immens, mit einer blendenden Wirkung“.

Im Jahre 1794 wurde der Krönungswagen nun systematisch zerstört. Jacques-Louis David wurde beauftragt, die Malereien der Kutsche zu inspizieren und zu bewerten. Er kam zu dem Schluß, daß sie es nicht wert seien, gerettet zu werden. Angeblich soll er während seiner Untersuchung mit einer Messerspitze all jene Elemente verunstaltet haben, die er als geschmacklos empfand. Gold und verwertbares Material wurden dann von der Kutsche entfernt. Was übrig blieb, wurde den Flammen übergeben. Die letzte Krönungskarosse des Ancien Régime war restlos verschwunden.

Glaubte man…

Im Jahre 1990 übergab das Jurassische Museum für Kunst und Geschichte in Delémont/Schweiz dem Historiker und Karosseriespezialisten Rodolf Wackernagel zum Zweck der Restaurierung ein Kutschen-Paneel. Das Museum hatte dieses Stück 1946 von der Familie Béchaux in Porrentruy erworben. Ein Mitglied dieser Familie hielt sich während der Revolutionsjahre in Paris auf. Das Paneel wurde im Museum gelistet als Türe der Kutsche des Basler Fürstbischofs Simon Nicolas de Montjoie mit einer allegorischen Malerei, die François Boucher oder seiner Werkstatt zugeschrieben wurde.

Aufgrund seines immensen Wissens über die französischen Krönungswagen konnte Wackernagel anhand einer vorliegenden Gravur von Louis Prieur aus dem Jahre 1783 das Paneel zweifelsfrei als das der linken Türe der Karosse Ludwigs des Sechszehnten identifizieren. Zwischen 1992 und 1994 wurde das Paneel restauriert.

Die Gravur von Louis Prieur

2012 integrierte das Musée des Beaux-Arts in Arras im Rahmen einer Ausstellung das Paneel in eine Vergrößerung der Gravur, was den Besuchern ermöglichte, die gewaltige Größe der Kutsche zu erleben. Der Kopf eines durchschnittlich großen Erwachsenen endet irgendwo zwischen der Oberkante des eingefügten Paneels und der Unterkante der Fensterscheiben.

„Wie ist die Luft da oben?“

Es wird wohl immer so sein: Revolutionäre können nicht warten. Mehr noch: Der Furor und der Vernichtungswille wollen sogar Einfluß auf die Erinnerung nehmen. Und so müssen nicht nur Menschen beseitigt werden. Es muß auch alles sinnlich Erfahrbare ausgelöscht werden, damit wenige Generationen später die der Realität entsprechenden Erzählungen ausgedünnt sind und das kontrollierte Narrativ gemästet werden kann.

Ich finde schlechte Verlierer schon kacke. Aber schlechte Gewinner sind noch übler. Meinen Hut ziehe ich indes vor der Person, die damals das Paneel – aus welchem Grund auch immer – rettete und dabei Kopf und Kragen riskierte.

Daß ich diese Krönungskarosse lieber in einem Museum sähe als sie in Trümmern und Asche zu wissen, dürfte den Alipius-Kennern schon alleine wegen der sich auf dem Dach des Wagens tummelnden Putten einleuchten.

Wer das nicht liest, wird sofort entfreundet

Es ist eigentlich seit Tagen viel zu heiß zum Bloggen. Aber eine Frage drängt mich jetzt dennoch an die Tastatur:

Warum schreiben Leute auf facebook immer wieder mal „Wer ‚xyz‘ gut findet oder ‚abc‘ sagt, der wird sofort entfreundet“?

Wenn die Beiträge irgendeines Gesichtsbuch-Kontaktes mich dauerhaft anwidern, dann fliegt diese Person einfach raus und basta. Keine Vorwarnung. Keine Drohung. Einfach tschö. Das betraf bisher ohnehin immer nur Leute, die ich außerhalb von facebook nie kennengelernt habe und mit denen ich auch auf dieser Seite eigentlich keinen Austausch hatte, der über ein gelegentlich unter einem meiner Beiträge hinterlassenes Emoji-Duftmärkchen hinausging.

Warum also sollte ich eine vage, verallgemeinerte, nicht an eine einzelne Person gerichtete Nachricht absetzen, die soviel bedeutet wie „Hallo, x-beliebige Zufallsbekanntschaft aus einem sozialen Medium, in die ich emotional nichts investiert habe und mit der mich außerhalb dieser Seite nichts verbindet. Wenn Du weiterhin die Vorzüge dieser Beziehung genießen willst, die auf gegenseitiger Kenntnisnahme die Welt in keiner Weise beeinflussender Beiträge beruht, dann versuche bitte, auf meiner Timeline nicht Du zu sein“?

Von all den Leuten, die ich bisher auf facebook rausgeworfen habe, hat sich ohnehin bisher nur ein einziger Kontakt danach gemeldet und ein wenig rumgenölt. Alle anderen haben es entweder schweigend akzeptiert oder – wovon ich bei über 500 Leuten in meiner Liste eher ausgehe – gar nicht mitbekommen. Ich mag der Mittelpunkt meiner eigenen facebook-Seite sein, aber das bedeutet nicht, daß diese Seite dadurch zum Mittelpunkt der Online-Aktivitäten aller meiner Kontakte wird. Ich finde die oben angesprochene Drohung daher ausgesprochen seltsam und irgendwie auch von einem Hautgout der Selbstüberschätzung umweht, drückt sie doch soviel aus wie die Annahme, daß alle potentiell vom Rauswurf bedrohten Gesichtsbüchler, die das lesen, sich sofort wie auf Knopfdruck ändern, weil sie kaltschweißig krampfen beim Gedanken an ein facebook-Leben ohne mich.

In die gleiche „Hä?“-Kategorie gehören natürlich auch Beiträge wie „Ich habe diesen und jenen entfreundet, weil…“ oder „Boah ey! Dieser und jener ist so dünnhäutig! Hat mich einfach entfreundet, obwohl ich nur…“.

Es ist ein #%*¿&†≠¡ „soziales“ Medium. Deal with it.

Welche Welt?

Klügere Köpfe haben es wahrscheinlich schon längst entdeckt und schon immer gewußt. Mir ist neulich erst aufgefallen, was ich an facebook so verstörend finde: Dieses vollkommen willkürliche Durcheinander der Informationen und Eindrücke, die aufgrund ihrer Präsentationsform irgendwie alle gleichwertig zu sein scheinen und daher oft so lächerlich und deplaziert wirken, wenn sie aufeinander folgen.

Auf eine Katastrophenmeldung folgt ein total cooler Lifehack, auf ein Weltuntergangs-Szenario ein Foodporn, auf eine Gebetsbitte für einen verstorbenen Freund ein knüffiges Panda-Video, auf ein schönes Photo eine viel zu persönliche Information, auf ein kommentarlos geteiltes Musikvideo eine öffentliche Schlammschlacht, auf eine moralische Entrüstungsarie ein flapsiges Meme. Und dann geben sich natürlich ständig Verschwörungstheorien und Wahnvorstellungen aus allen extremistischen Windrichtungen die Klinke in die Hand.

Die sich aufdrängende Frage lautet: Wo und wie positioniere ich mich bzw meine Beiträge in diesem Strom von Informationen, der zugleich so rein und erfreulich und doch auch so schmuddelig und deprimierend ist? Oder anders: Welche Welt will ich auf meiner facebook-Wall zeigen?

Ich habe mich letztlich dazu entschlossen (und dies schon vor geraumer Zeit), den Leuten da draußen nicht DIE Welt zu erklären, sondern ihnen MEINE Welt zu zeigen (so sie sich überhaupt darstellen und vermitteln läßt). Das mache ich nicht, weil ich zum Tages- und Weltgeschehen keine Meinung habe oder nichts darüber weiß, sondern eher, weil sich das Tages- und Weltgeschehen in meinem Geist und meiner Seele seit Jahren einfach nicht als das niederläßt, was mich bewegt und von mir bewegt wird. Ich meine, die Welt geht auch unter, wenn ich vorher nicht Durchblickertum simuliere und kreischend davor warne. Soviel Vertrauen habe ich schon in meinen Gott, daß er das auch ohne meine Stimme durchzieht. Aber bis es soweit ist, murmele ich lieber leise und vielleicht manchmal auch unbemerkt mit meiner eigenen Stimme, als laut in irgendeinem Chor mitzusingen.

Nur eine weitere Liebeserklärung

Für alle, die es nicht mitgekriegt haben: Ich bin momentan in Bamberg und mache Urlaub mit Familie und Freunden. Im Corona-Jahr ist natürlich alles etwas anders, aber selbst, wenn die Gesamtsituation des Jahres 2020 nicht grundsätzlich schwer verbesserungswürdig wäre, stächen diese Tage doch als sehr schön, erholsam und prächtig heraus. Meine tiefe Verbundenheit mit und Liebe zu Bamberg habe ich in der Vergangenheit oft genug schriftlich festgehalten. Auch andere Orte, wie die Würzburger Residenz, das Schloß Werneck, die Wallfahrtsbasilika Vierzehnheiligen, die Abtei Ebrach und – natürlich – das Schloß Weißenstein ob Pommersfelden wurden bereits geziemend besungen.

Meine Faszination mit dem Garten des Schlosses Seehof bei Bamberg habe ich ebenfalls bereits beschrieben. Aber nach dem gestrigen Aufenthalt dort muß ich heute noch mal einen drauflegen. Zuerst einmal ein alter facebook-Eintrag zum Warmlaufen:

Schloß Seehof hat sich im Laufe der letzten Jahre bei mir zu einem weiteren echten Sehnsuchtsort entwickelt. Ich war heute dort und bin fast drei Stunden lang durch Schloß und Garten spaziert. Der Ort wirkt an vielen Stellen wie aus der Zeit gefallen. Stille im eigentlichen Sinne herrscht dort nicht, da das Gezwitscher und Gegurre der Vögel ebenso kein Ende zu haben scheint, wie die Laubengänge, Hecken, Alleen und Wege der weitläufigen Anlage. Aber wenn man außer Schloß und Natur nichts sieht und außer dem Vogelgezwitscher und dem selten genug zu vernehmenden Geknirsche des Kies unter den Füßen der angemessen träge schreitenden Besucher nichts hört, dann empfindet man nach kurzer Zeit schon den Anblick eines mit angestrengt-dringlicher, schweißbedeckter Miene vorbeijoggenden Körpers wie einen Drohboten aus einer ungewissen Zukunft. Während der Schloßführung (nicht meine erste, versteht sich) geschah nach wenigen Minuten das, was an diesen Orten immer geschieht: Die Stimme der Erklärdame drang wie durch einen Nebel zu mir, ich hing meinen Gedanken nach, verirrte mich beinahe auf meine eigenen Wege, die dann doch nicht ganz die Meinen sind, weil sie vor langer Zeit von Anderen zuerst beschritten wurden. Eine ganz spezielle Art des Behütet-Seins wirft sich jedes Mal sanft über mich, wenn ich die Anlage betrete. Entsprechend zäh fällt dann der Abschied aus, welcher immerhin erleichtert wird durch die Hoffnung auf eine Rückkehr an einen dieser Orte, die ich gerne beschreibe, obwohl ich nie angemessen über sie sprechen kann.

Gestern nun setzte ich mich nach einem ausgedehnten Spaziergang durch den Schloßgarten auf eine Parkbank und schrieb dies in mein Reisetagebuch:

Die Liebe zu diesem Ort scheint mir von Besuch zu Besuch schwerer zu wiegen. Das Dach über meinem Kopf, das ist unbestritten und unangefochten Schloß Weißenstein ob Pommersfelden. Doch der Boden unter meinen Füßen ist ganz offenbar der Garten des Schlosses Seehof. An einem Tag wie diesem könnte ich mich hier, unter dem weiß-blauen „Seehofer Himmel“ (wie ich ihn mittlerweile wegen seines verläßlichen Auftretens anläßlich eines jeden meiner Besuche nenne), eigentlich seufzend und lächelnd ins Gras legen und sterben, vorausgesetzt die richtige Person/die richtigen Personen ist/sind anwesend und hält/halten mein Hand/Hände. Wenn ich auf der Kreuzung zweier Heckenwege stehe, nichts höre außer dem Gesang der Vögel, keinen Menschen sehe und keinen Wunsch hege, dann bin ich dieser Welt und dieser Existenz plötzlich so entzogen, so entrückt, so fremd, daß ich eigentlich auch verschwinden könnte. Zwar ist von der einstigen Herrlichkeit der Seehofer Gärten außer den mühsam rekonstruierten Wasserspielen der Kaskaden wenig bis nichts erhalten. Aber das Gedächtnis dieses Ortes spricht zu mir in bewegender Vertrautheit, die mir zwar nicht den Glanz vergangener Zeiten vor das innere Auge rufen kann, aber meine Seele jauchzen läßt, als erblickte ich erneut, was ich niemals sah.

Sehnsuchtsort, fürwahr…

Schöner sparen (IV), …

… oder: Eine kurze Entstehungsgeschichte der Würzburger Residenz.

Nachdem Friedrich Karl von Schönborn im Jahre 1746 verstorben war, fiel die endgültige Fertigstellung der Residenz seinem Nachfolger, Anselm Franz von Ingelheim, in die Hände. Dieser hatte allerdings überhaupt kein Interesse an der Vollendung des Schlosses. Er entließ alle Hofkünstler und übertrug nur Balthasar Neumann den Bau des Käppele auf dem Nikolausberg. Würzburg hielt einmal kurz den Atem an: Nicht nur, weil es in der Residenz nicht voran ging, sondern auch, weil der gesundheitlich schwache Ingelheim sich mit diversen Scharlatanen an der Herstellung von Gold und lebensverlängernden Elixieren versuchte. Sein glücklicherweise in sicherer Entfernung von der Residenz untergebrachtes Labor flog dann auch prompt in die Luft und hätte aufgrund der leicht entflammbaren Materialien, die dort lagerten, fast einen Großbrand verursacht.

Der für Stadt und Residenz nicht ungefährliche Fürst verstarb bereits 1749. Die Würzburger schnauften durch und erkannten erleichtert, daß, wie bei der Bischofswahl im Jahre 1729, auf Stagnation nun wieder Aktivität folgte: Der neue Fürstbischof, Carl Philipp von Greiffenclau zu Vollrads, ruft Neumann und die Künstler der Schönborn-Regierung zurück, damit diese an Vestibül, Treppenhaus, Gartensaal und Kaisersaal weiterschaffen können. Und nicht nur dies: Greiffenclau stellt dem großen Baumeister einen großen Maler an die Seite: Aus Venedig wird Giovanni Battista Tiepolo gerufen bzw. mit einer riesenhaften Summe gelockt. Der bereits schwer umjubelte Freskenmeister reist mit seinen Söhnen Domenico und Lorenzo an und schafft in den Folgejahren zuerst im Kaisersaal (1751) und dann im Treppenhaus (während der Sommer 1752 und 1753) zwei seiner großartigsten Werke. Die Tiepolos reisen im November 1753 ab. Als Fürstbischof Greiffenclau ein Jahr später verstirbt, gilt die Residenz als so gut wie vollendet..

Der im Januar des Jahres 1755 einstimmig zum Fürstbischof gewählte Schönborn-Neffe Adam Friedrich von Seinsheim hatte einerseits das Glück, daß er sich im Grunde in das so gut wie gemachte Residenz-Nest setzen konnte, litt aber andererseits in seinen Bistümern (1757 kam noch Bamberg hinzu) erst einmal unter den Belastungen des Siebenjährigen Krieges, welcher ihm stellenweise so nahe kam, daß er 1758 sogar die Pferde anspannen ließ, um rechtzeitig aus der Stadt fliehen zu können. Jedoch: Fürst und Stadt und Residenz blieben verschont, und im Jahre 1763 konnte die Arbeit am Schloß wieder aufgenommen werden. Ebenso, wie die bereits verstorbenen, großen Meister der Residenz nun durch eine Generation neuer Künstler ersetzt wurden, so mußten auch die alten Pläne für die endgültige Fertigstellung weichen. Fürstbischof Seinsheim entschließt sich, mit der Mode zu gehen und läßt Vestibül und Treppenhaus entsprechend dem neuen „goût grecque“ in klassischer Einfachheit vollenden. Hatte Neumann noch – wie auf erhaltenen Entwürfen zu sehen – für das Treppenhaus ein blühendes Rokoko-Kleid im Stile des Weißen Saales vorgesehen, so wurde nun schlichter ausgestattet, wobei sogar bereits vorhandener Rokoko-Stuck zerstört wurde, um die Einheitlichkeit der Gestaltung zu wahren. Unter Seinsheim werden auch die beiden nördlichsten Paradezimmer umgebaut (eines davon zum wunderschönen, grünlackierten Kabinett) und die sogenannten Ingelheimzimmer klassizistisch umgestaltet.

VLNR:
Anselm Franz von Ingelheim, der Bischof, der nicht so recht wollte
Carl Philipp von Greiffenclau zu Vollrads, der den großen Tiepolo engagierte
Adam Friedrich von Seinsheim, unter dem vollendet und auch schon umgestaltet wurde

Man darf also durchaus behaupten, daß die Residenz während der Seinsheim-Jahre nicht nur vollendet wurde sondern an einigen Stellen sogar schon wieder ein wenig überreif erschien, wenn tatsächlich modische Fragen bereits zu Umgestaltungen führten. Als Seinsheim im Jahre 1779 als vielgeliebter „Vater des Vaterlandes“ stirbt, sind die Tage der Residenz als Zentrum glanzvoller Hofhaltung auch schon wieder gezählt. Seinsheims Nachfolger Erthal war ein wackerer Aufklärer, der mit Prunkentfaltung, Festivitäten und Jagden nichts am Hut hatte. Und mit der über den letzten Würzburger Fürstbischof Georg Karl von Fechenbach hereinbrechenden Säkularisation hatte sich die Sache dann eh erledigt.

1806 zieht Großherzog Ferdinand als Herrscher über das neu geschaffene, aber kurzlebige Großherzogtum Würzburg in die Residenz ein und läßt die seit der Schönbornzeit in feinstem Rokoko ausgestatteten Zimmer der Bischofswohung im Südtrakt im Stil des Empire zerstöpurifiz… umbauen.

Und schon sind wir am Ende meiner kleinen Entstehungsgeschichte der Würzburger Residenz. Natürlich fehlt noch ein wichtiges Kapitel, nämlich die Zerstörung 1945 und der lange und mühsame Wiederaufbau des grandiosen Baus. Ich will dazu nur anmerken, daß ich diesen gewaltigen „Block von unerbittlicher Symmetrie, in den edelsten Verhältnissen und von einem heiteren Umrisse“ (Max H. von Freeden) auch als aus der Asche emporgestiegenen Phönix immer herzlich gerne besuche, wenn ich auch hin und wieder das Gefühl habe, daß diese Mauern in bestimmten Momenten eher skeptisch auf die Besuchermassen schauen und sich nach ihren fürstlichen Bauherren und Bewohnern und deren eigentümlicher Mischung aus krachendem Hofleben und zeremonieller Käfighaltung zurücksehnen.

Meine schönsten Fenster…

Im Laufe der letzten Jahre haben sich auf meinem Rechner doch so einige Bilder angesammelt, in denen ich neulich mal wieder ein wenig gestöbert habe. Dabei fiel mir auf, daß ich neben Bäumen am häufigsten Fenster und Türen fotografiere. Hmm… Egal, das sollen die analysieren, die dafür bezahlt werden. Für die treuen und geneigten Leser gibt’s hier ein Mini-Album mit meinen Lieblingsfenstern.